Florian Bergmann

Altsaxophon, Bassklarinette, Komposition

biografie

Das künstlerische Schaffen des Komponisten, Multiinstrumentalisten und Performers Florian Bergmann (geb. 1984 in Berlin) erstreckt sich auf ein äußerst weites Spektrum aktueller Musik und Musiktheaters. Er studierte von 2004 bis 2009 an der HfM Hanns Eisler und der UdK Berlin.

 

Kompositorisches Schaffen

 

Florian Bergmann schrieb zahlreiche Werke für Ensembles zeitgenössischer Musik, darunter auch das von ihm gegründete Trio Transmitter (mit Benedikt Bindewald und Alba Gentili-Tedeschi), mit welchem er 2016 die CD camera obscura bei NEOS Music veröffentlichte. Das Trio Transmitter wurde 2015 von der initiative neue musik berlin gefördert.

Zudem komponierte er Musik für Soloinstrumente, für diverse Jazz-Formationen, für Kinder und Jugendliche, für Theaterstücke sowie für Kurzfilme und Videos.

2017 entwickelte er zusammen mit Benedikt Bindewald und Minouche Petrusch das Klangquadrat, ein Musiktheaterstück für Kinder ab 2 Jahren, das im Auftrag des Theater o.N. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper Berlin entstand.

Seit 2011 arbeitet er im Rahmen seines elektro-akustischen Forschungsprojekts Sonic Essence mit Klängen alltäglicher Gegenstände. Daraus resultierten bisher die Quintett-Komposition Schall und Rauch – Version Umlaut, die interdisziplinäre Komposition paysages façonnés (in Zusammenarbeit mir der Fotografin Elma Riza), die Bühnenmusik zur Tanzperformance The Wood Project (Regie Felix Bürkle) und mehrere Konzertabende mit improvisierter Musik.

Er wirkte als Komponist, Regisseur und Musiker/Performer in zahlreichen interdisziplinären Bühnenstücken, u.a. in seiner interdisziplinären Performance Perspectives für Tanz, Video und zwei Musiker, die ihre Premiere im Ballhaus Ost Berlin hatte.

 

Konzerttätigkeit

 

Florian Bergmann spielt als (Bass-)Klarinettist und Saxophonist in diversen Formationen, u.a. beim Acht Brücken Festival Köln, Festival D’Automne à Paris, Grec Festival Barcelona, Münchener Biennale, Musiktheatertage Wien, Tremplin Jazz d’Avignon, Internationales Jazzfestival Leipzig, World Forum on Music Los Angeles, Unerhörte Musik Berlin, Kontraklang Berlin, Stuttgarter Saxophonfestival, Favoriten Festival Dortmund, Multiphonic Festival Köln, TFF Rudolstadt, Glatt&Verkehrt Krems, Performance Arts Festival Oldenburg, De Nachten Antwerpen, FRATZ International, Dresdener Jazztage und außerdem in ganz Europa, den USA, Brasilien, Taiwan und Singapur.

Er ist Mitglied des internationalen Musikerkollektivs und Labels Umlaut Records und seit 2009 Veranstalter des Umlaut Festivals Berlin. Umlaut Berlin wurde unterstützt vom Impuls-Fonds für zeitgenössische Musik, vom Deutschen Musikrat, vom Berliner Kultursenat, vom Bezirksamt Pankow, von Pro Helvetia und vom Deutsch-Französischen Jugendwerk.

Als Mitglied des Altsaxophonquartetts Fo[u]r Alto (mit Frank Gratkowski, Benjamin Weidekamp und Christian Weidner) beschäftigt er sich intensiv mit erweiterten und mikrotonalen Spieltechniken auf dem Saxophon.

2011 war er Preisträger des Hanns-Eisler-Preises für zeitgenössische Interpretation.

2010 veröffentlichte er seine erste eigene CD-Produktion Rendez-vous auf Umlaut Records, 2015 folgte die CD Cobalt Cluster mit freien Improvisationen und Kompositionen für Quartett.

Weitere CD-Einspielungen: Frank Gratkowski „Fo[u]r Alto“ (Leo Records), Jörg Schippa „Zirkus Bizarr“ (Unit Records) und „UnbedingT“ (Konnex Records), Hayden Chisholm „Auto Poetica“ (Moontower), Sven-Åke Johansson „Das Marschorchester“ (NI VU NI CONNU), Pin Addix „The Chamber Momentum“ (Unit Records), Simon Kanzler „Double Identity“ (WhyPlayJazz), Brumcalli „Privatleben“ (ITM), Lyenn „The Jollity of my Boon Companion“ (Munich Records).

 

Theatermusiker

 

Florian Bergmann war als Theatermusiker und Performer an diversen großen Häusern tätig, darunter die Deutsche Oper Berlin, das Berliner Ensemble, das Deutsche Theater Berlin, das Nationaltheater Weimar, das Teatro della Tosse Genua und die Neuköllner Oper Berlin, in Stücken u.a. von Robert Wilson, George Tabori, Thomas Langhoff, Matthias Rebstock, Enrico Stolzenburg, Ania Michaelis.


hier ein Interview lesen (veröffentlicht auf Digital in Berlin, in Englisch)

Florian Bergmann bei Wikipedia